{132 Der christlich-soziale Scheinantisemitismus} Versuch einer neuen Judenbekehrung oder gar um den Ausdruck eines gewissen Konkurrenzneides...
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- Smutek to uczucie, jak gdyby się tonęło, jak gdyby grzebano cię w ziemi.
- Wiederherstellung jener Grenzen als das politische Ziel ihres Handelns proklamieren, verbinden sie stets aufs neue den zerfallenden Bund unserer Gegner...
- entgegengetreten wird, und gar mit Erfolg, dann muß, wie gesagt, wenigstens dieser angezweifelt und herunter {451 Energielosigkeit des Bürgertums}...
- Redfern odparł z przekonaniem:- Nie Christine...
- sam und war zu tief zwischen den Bäumen eingebettet, als daß er das Glitzern des Wassers oder die Windungen einer Boden-senke erkennen konnte...
- -Jak ci pomóc...
- Egzorcysta wyjął z kieszeni manierkę z bimbrem, a z niej wyłowił fiolkę z wodą święconą...
- mogą coś zrobić...
- oraz prosić Boga, by im zaradził...
- - Cholera, zaraz chyba pęknie mu serce - Denny znowu klęczałprzy chłopcu...
- APPN only in the routers in the data center...
Smutek to uczucie, jak gdyby się tonęło, jak gdyby grzebano cię w ziemi.
Damit aber verlor der Kampf das Merkmal einer inneren und höheren Weihe und erschien vielen, und
nicht gerade den Schlechtesten, als unmoralisch und verwerflich. Es fehlte die Überzeugung, daß es sich
hier um eine Lebensfrage der gesamten Menschheit handle, von deren Lösung das Schicksal aller
nichtdeutschen Völker abhänge.
An dieser Halbheit ging der Wert der antisemitischen Einstellung der christlich-sozialen Partei verloren.
Es war ein Scheinantisemitismus, der fast schlimmer war als überhaupt keiner; denn so wurde man in
Sicherheit eingelullt, glaubte den Gegner an den Ohren zu haben, wurde jedoch in Wirklichkeit selber an
der Nase geführt.
Der Jude aber hatte sich schon in kurzer Zeit auch an diese Art von Antisemitismus gewöhnt, so daß ihm
sein Wegfall sicher mehr gefehlt haben würde, als ihn sein Vorhandensein behinderte.
Mußte man hier schon dem Nationalitätenstaat ein schweres Opfer bringen, so noch viel mehr der
Vertretung des Deutschtums an sich.
Man durfte nicht "nationalistisch" sein, wollte man nicht in Wien selber den Boden unter den Füßen
verlieren. Man hoffte, durch ein sanftes Umgehen dieser Frage den Habsburgerstaat noch zu retten und
trieb ihn gerade da. durch in das Verderben. Die Bewegung aber verlor damit die gewaltige Kraftquelle,
die allein auf die Dauer eine politische Partei mit innerer Triebkraft aufzufüllen vermag. Die christlich-
soziale Bewegung wurde gerade dadurch zu einer Partei wie eben jede andere auch.
Ich habe beide Bewegungen einst auf das aufmerksamste verfolgt, die eine aus dem Pulsschlag des
inneren Herzens heraus, die andere, hingerissen von Bewunderung für den seltenen Mann, der mir schon
damals wie ein bitteres Symbol des ganzen österreichischen Deutschtums erschien.
Als der gewaltige Leichenzug den toten Bürgermeister vom Rathaus hinweg der Ringstraße zu fuhr,
befand auch
{133 Alldeutsche und Christlich-Soziale}
ich mich unter den vielen Hunderttausenden, die dem Trauerspiel zusahen. In innerer Ergriffenheit sagte
mir dabei das Gefühl, daß auch das Werk dieses Mannes vergeblich sein müßte durch das Verhältnis,
das diesen Staat unweigerlich dem Untergang entgegenführen würde. Hätte Dr. Karl Lueger in
Deutschland gelebt, würde er in die Reihe der großen Köpfe unseres Volkes gestellt worden sein; daß er
in diesem unmöglichen Staate wirkte, war daß Unglück seines Werkes und seiner selbst.
Als er starb, zuckten bereits die Flämmchen auf dem Balkan von Monat zu Monat gieriger hervor, so
daß ihm das Schicksal gnädig das zu sehen erließ, was er noch glaubte verhüllen zu können. —Ich aber
versuchte, aus dem Versagen der einen Bewegung und dem Mißlingen der zweiten die Ursachen
herauszufinden und kam zur sicheren Überzeugung, daß, ganz abgesehen von der Unmöglichkeit, im
alten Österreich noch eine Festigung des Staates zu erreichen die Fehler der beiden Parteien folgende
waren:Die alldeutsche Bewegung hatte wohl recht in ihrer prinzipiellen Ansicht über das Ziel einer
deutschen Erneuerung, war jedoch unglücklich in der Wahl des Weges. Sie war nationalistisch, allein
leider nicht sozial genug, um die Masse zu gewinnen. Ihr Antisemitismus aber beruhte auf der richtigen
Erkenntnis der Bedeutung des Rassenproblems und nicht auf religiösen Vorstellungen. Ihr Kampf gegen
eine bestimmte Konfession war dagegen tatsächlich und taktisch falsch.
Die christlich-soziale Bewegung besaß eine unklare Vorstellung über das Ziel einer deutschen
Wiedergeburt, hatte aber Verstand und Glück beim Suchen ihrer Wege als Partei. Sie begriff die
Bedeutung der sozialen Frage, irrte in ihrem Kampf gegen das Judentum und besaß keine Ahnung von
der Macht des nationalen Gedankens.
Hätte die christlich-soziale Partei zu ihrer klugen Kenntnis der breiten Masse noch die richtige
Vorstellung von der Bedeutung des Rassenproblems, wie dies die alldeutsche Bewegung erfaßt hatte,
besessen, und wäre sie selber
{134 Wachsende Abneigung gegen den Habsburgerstaat}
endlich nationalistisch gewesen, oder würde die alldeutsche Bewegung zu ihrer richtigen Erkenntnis des
Zieles der Judenfrage und der Bedeutung des Nationalgedankens noch die praktische Klugheit der
christlich-sozialen Partei, besonders aber deren Einstellung zum Sozialismus angenommen haben, dann
würde dies jene Bewegung ergeben haben, die schon damals meiner Überzeugung nach mit Erfolg in
das deutsche Schicksal hatte eingreifen können.
Daß dies nicht so war, lag zum weitaus größten Teil aller am Wesen des österreichischen Staates.
Da ich meine Ãœberzeugung in keiner anderen Partei verwirklicht sah, konnte ich mich in der Folgezeit
auch nicht mehr entschließen, in eine der bestehenden Organisationen einzutreten oder gar
mitzukämpfen. Ich hielt schon damals sämtliche der politischen Bewegungen für verfehlt und für
unfähig, eine nationale Wiedergeburt des deutschen Volkes in größerem und nicht äußerlichem
Umfange durchzuführen.
Meine innere Abneigung über dem habsburgischen Staate gegenüber Wuchs in dieser Zeit immer mehr
an.
Je mehr ich mich besonders auch mit außenpolitischen Fragen zu beschäftigen begann, um so mehr
gewann meine Überzeugung Boden, daß dieses Staatsgebilde nur zum Unglück des Deutschtums
werden mußte. Immer klarer sah ich endlich auch, daß das Schicksal der deutschen Nation nicht mehr
von dieser Stelle aus entschieden würde, sondern im Reiche selber. Dies galt aber nicht nur für
allgemeine politische Fragen, sondern nicht minder auch für alle Erscheinungen des gesamten
Kulturlebens überhaupt.
Der österreichische Staat zeigte auch hier auf dem Gebiete rein kultureller oder künstlerischer
Angelegenheiten alle Merkmale der Erschlaffung, mindestens aber der Bedeutungslosigkeit für die
deutsche Nation. Am meisten galt dies für das Gebiet der Architektur. Die neuere Baukunst konnte schon deshalb in Österreich nicht zu besonders großen Erfolgen kommen, weil die Aufgaben seit dem
Ausbau der Ringstraße wenigstens in Wien nur mehr unbe-
{135 Österreich ein altes Mosaikbild}
deutende waren gegenüber den in Deutschland aufsteigenden Plänen.
So begann ich immer mehr ein Doppelleben zu führen; Verstand und Wirklichkeit hießen mich in
Österreich eine ebenso bittere wie segensreiche Schule durchmachten, allein das Herz weilte woanders.
Eine beklemmende Unzufriedenheit hatte damals von mir Besitz ergriffen, je mehr ich die innere