Staat ungezählte Millionen Gerichtskosten, denn 90 Prozent aller Beleidigungs- und ähnlichen Prozesse entstanden nur aus Mangel an Verschwiegenheit...
Serwis znalezionych hasełOdnośniki
- Smutek to uczucie, jak gdyby się tonęło, jak gdyby grzebano cię w ziemi.
- Nachmurzyła się...
- - Dobra, synu! Teraz odchyl się do tyłu! - Chciał wykonać polecenie, ale uniemożliwiała mu to wyobraźnia...
- 72 Taka mowa obejmuje większy zakres dźwięków; w mowie potocznej wykorzystuje się średnio 4-5 dźwięków...
- *** Zaraz zrobił kupę koło kominka...
- Donovan nie lubił spotykać się z ludźmi, których kiedyś obraził, a konfrontacja z Tomem Corsim wydawała mu się szczególnie trudna...
- byłem bardziej przekonujący niż wobec sędziów, dobrze by to było...
- 1
- jeszcze przez chwilę, po czym zestawić z ognia...
- — To jest ich ostateczny cel, twoje przeznaczenie...
- Istotne bariery tych przemian znajdujÄ… siÄ™ w systemie podatkowym...
Smutek to uczucie, jak gdyby się tonęło, jak gdyby grzebano cię w ziemi.
Verantwortungslos getane Äußerungen werden ebenso
leichtsinnig weiter-
{461 Erziehung zur Verschwiegenheit}
getratscht, unsere Volkswirtschaft wird ständig durch leichtfertige Preisgabe wichtiger
Fabrikationsmethoden usw. geschädigt, ja sogar alle stillen Vorbereitungen einer Landesverteidigung
werden illusorisch gemacht, da das Volk eben nicht schweigen gelernt hat, sondern alles weiterredet. Im
Kriege aber kann diese Schwatzsucht bis zum Verlust von Schlachten führen und so wesentlich
beitragen zum unglücklichen Ausgang des Kampfes. Man soll auch hier überzeugt sein, daß, was in der
Jugend nicht geübt wurde, im Alter nicht gekonnt wird. Hierher gehört es auch, daß der Lehrer z. B. sich
grundsätzlich nicht von dummen Jungenstreichen Kenntnis zu verschaffen sucht durch das
Heranzüchten übler Angeberei. Die Jugend hat ihren Staat für sich, sie steht dem Erwachsenen in einer
gewissen geschlossenen Solidarität gegenüber, und dies ist selbstverständlich. Die Bindung des
Zehnjährigen zu seinem gleich alten Gefährten ist eine natürlichere und größere als die zu dem
Erwachsenen. Ein Junge, der seinen Kameraden angibt, übt Verrat und betätigt damit eine Gesinnung,
die, schroff ausgedrückt und ins Große übertragen, der des Landesverräters genau entspricht. So ein
Knabe kann keineswegs als "braves, anständiges" Kind angesehen werden, sondern als ein Knabe von
wenig wertvollen Charaktereigenschaften. Für den Lehrer mag es bequem sein, zur Erhöhung seiner
Autorität sich derartiger Untugenden zu bedienen, allein in das jugendliche Herz wird damit der Keim
einer Gesinnung gelegt, die sich später verhängnisvoll auswirken kann. Schon mehr als einmal ist aus
einem kleinen Angeber ein großer Schuft geworden! Dies soll nur ein Beispiel für viele sein. Heute ist
die bewußte Entwicklung guter, edler Charaktereigenschaften in der Schule gleich Null. Dereinst muß
darauf ganz anderes Gewicht gelegt werden. Treue, Opferwilligkeit, Verschwiegenheit sind Tugenden,
die ein großes Volk nötig braucht, und deren Anerziehung und Ausbildung in der Schule wichtiger ist
als manches von dem, was zur Zeit unsere Lehrpläne ausfüllt. Auch das Anerziehen von weinerlichem
Klagen, von wehleidigem Heu-
{462 Ausbildung der Willens- und Entschlußkraft}
len usw. gehört in dieses Gebiet. Wenn eine Erziehung vergißt, schon beim Kinde darauf hinzuwirken,
daß auch Leiden und Unbill einmal schweigend ertragen werden müssen, darf sie sich nicht
wundern, wenn später in kritischer Stunde, z. B. wenn einst der Mann an der Front steht, der ganze
Postverkehr einzig der Beförderung von gegenseitigen Jammer- und Winselbriefen dient. Wenn unserer
Jugend in den Volksschulen etwas weniger Wissen eingetrichtert worden wäre und dafür mehr
Selbstbeherrschung, so hätte sich dies in den Jahren 1915/18 reich gelohnt.
So hat der völkische Staat in seiner Erziehungsarbeit neben der körperlichen gerade auf die
charakterliche Ausbildung höchsten Wert zu legen. Zahlreiche moralische Gebrechen, die unser heutiger
Volkskörper in sich trägt, können durch eine so eingestellte Erziehung wenn schon nicht ganz beseitigt,
so doch sehr gemildert werden.
×
Von höchster Wichtigkeit ist die Ausbildung der Willens- und Entschlußkraft sowie die Pflege der
Verantwortungsfreudigkeit.
Wenn beim Heer einst der Grundsatz galt, daß ein Befehl immer besser ist als keiner, so muß dies bei der Jugend zunächst heißen: Eine Antwort ist immer besser als keine. Die Furcht, aus Angst Falsches zu
sagen, keine Antwort zu geben, muß beschämender sein als eine unrichtig gegebene Antwort. Von
dieser primitivsten Grundlage aus ist die Jugend dahingehend zu erziehen, daß sie den Mut zur Tat
erhält.
Man hat sich oft beklagt, daß in den Zeiten des Novembers und Dezembers 1918 aber auch alle Stellen
versagten, daß von den Monarchen angefangen bis herunter zum letzten Divisionär niemand mehr die
Kraft zu einem selbständigen Entschluß aufzubringen vermochte. Diese furchtbare Tatsache ist ein
Menetekel unserer Erziehung, denn in dieser grausamen Katastrophe hat sich nur in einem ins
Riesengroße verzerrten Maßstab geäußert, was im Kleinen all-
{463 Pflege zur Verantwortungsfreudigkeit}
gemein vorhanden war. Dieser Mangel an Wille ist es, und nicht der Mangel an Waffen, der uns heute
zu jedem ernstlichen Widerstand unfähig macht. Er sitzt in unserem ganzen Volk drinnen, verhindert
jeden Entschluß, mit dem ein Risiko verbunden ist, als ob die Größe einer Tat nicht gerade im Wagnis
bestünde. Ohne es zu ahnen, hat ein deutscher General es fertiggebracht, für diese jammervolle
Willenslosigkeit die klassische Formel zu finden: "Ich handle nur, wenn ich mit einundfünfzig Prozent
Wahrscheinlichkeit des Erfolges zu rechnen vermag". In diesen "einundfünfzig Prozent" liegt die Tragik des deutschen Zusammenbruches begründet: wer vom Schicksal erst die Bürgschaft für den Erfolg
fordert, verzichtet damit von selbst auf die Bedeutung einer heroischen Tat. Denn diese liegt darin, daß
man in der Überzeugung von der Todesgefährlichkeit eines Zustandes den Schritt unternimmt, der
vielleicht zum Erfolg führen kann. Ein Krebskranker, dessen Tod andernfalls gewiß ist, braucht nicht
erst einundfünfzig Prozent auszurechnen, um eine Operation zu wagen. Und wenn diese auch nur mit
einem halben Prozent Wahrscheinlichkeit Heilung verspricht, wird ein mutiger Mann sie wagen, im
anderen Falle mag er nicht ums Leben wimmern.
Die Seuche der heutigen feigen Willens- und Entschlußlosigkeit ist aber, alles in allem genommen,
hauptsächlich das Ergebnis unserer grundsätzlich verfehlten Jugenderziehung, deren verheerende
Wirkung sich ins spätere Leben hinein fortpflanzt und in der mangelnden Zivilcourage der leitenden
Staatsmänner ihren letzten Abschluß und ihre letzte Krönung findet.
In die gleiche Linie fällt auch die heute grassierende Feigheit vor Verantwortung. Auch hier liegt der
Fehler schon in der Jugenderziehung, durchsetzt dann das ganze öffentliche Leben und findet in der
parlamentarischen Regierungsinstitution seine unsterbliche Vollendung.
Schon in der Schule legt man leider mehr Wert auf das "reumütige" Geständnis und das "zerknirschte Abschwören" des kleinen Sünders als auf ein freimütiges Bekenntnis. Letzteres erscheint manchem
Volksbildner von heute sogar
{464 Grundsätze für die wissenschaftliche Schulung}
als sichtbarstes Mittel einer unverbesserlichen Verworfenheit, und so manchem Jungen wird